Spinlander Casino arbeitet unter der eGaming-Lizenz der Autonomen Insel Anjouan. Das ist keine Formalität, sondern der rechtliche Rahmen, der bestimmt, welche Aufsicht Ihre Daten schützt. Eine deutsche Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 oder eine österreichische Konzession liegt nicht vor. Die Verarbeitung personenbezogener Daten orientiert sich an den Grundsätzen der DSGVO, ist aber nicht durch eine EU-Aufsichtsbehörde direkt sanktionierbar. Diese Aussage steht am Anfang, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.
Verantwortliche Stelle
Betreiber der Plattform ist Ramtinar Techconsult Limited mit Sitz in Nikosia, Zypern. Die Muttergesellschaft ist auf Anjouan (Union der Komoren) registriert und hält die Lizenz. Für den Datenschutz bedeutet das: Vertragspartner und Verantwortlicher im Sinne der Datenverarbeitung ist die zypriotische Gesellschaft, die Aufsicht erfolgt nach Anjouan-Recht. Der einzige Kanal für Datenschutzanfragen ist die im Fuß dieses Dokuments genannte E-Mail. Ein deutscher oder österreichischer Vertreter nach Art. 27 DSGVO ist nicht bestellt.
Welche Daten wir erheben und warum
Bei der Registrierung erfassen wir Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnanschrift, Staatsangehörigkeit, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Zum Kontext: Diese Daten dienen der Alterskontrolle (18+) und der Zuordnung des Kontos zu einer real existierenden Person. Ohne diese Angaben kommt kein Nutzungsvertrag zustande.
Für die Verifizierung nach Anjouan-Lizenzauflagen verarbeiten wir eine Farbkopie eines Ausweisdokuments mit mindestens drei Monaten Restlaufzeit, ein Sicherheits-Selfie mit dem Dokument und einer handschriftlichen Notiz mit sechs zufälligen Ziffern sowie einen Adressnachweis nicht älter als drei Monate (Nebenkostenabrechnung oder Kontoauszug, alle vier Ecken sichtbar). Falls die Risikoabteilung einen zusätzlichen Video- oder Telefonabgleich anordnet, wird die Sprachaufzeichnung als Teil der KYC-Akte gespeichert.
Zahlungsdaten fallen bei jeder Ein- und Auszahlung an. Konkret: Kartennummer (maskiert), IBAN, Wallet-Adresse, Transaktions-ID, Betrag, Zeitstempel. Diese Daten laufen über PCI-DSS-zertifizierte Zahlungsdienstleister. Wir speichern die vollständige Kartennummer nicht; Krypto-Adressen werden dagegen dauerhaft mit dem Konto verknüpft.
Während der Nutzung entstehen Spielverlaufsdaten (Einsatz, Ergebnis, Sitzungsdauer), Verhaltensdaten für die Erkennung problematischen Spielverhaltens sowie technische Protokolle: IP-Adresse, Gerätekennung, Browsertyp, Betriebssystem, Zeitstempel jeder Sitzung.
Rechtsgrundlage
Die Verarbeitung stützt sich auf vier Grundlagen. Erfüllung des Nutzungsvertrags — bei Registrierung, Ein- und Auszahlung, Kundendienst. Rechtliche Verpflichtung — Geldwäscheprävention nach Anjouan-AML-Recht, Steueraufzeichnungen, Aufbewahrungsfristen. Berechtigte Interessen — Betrugserkennung, Kontosicherheit, Analyse zur Verhinderung von Multi-Accounting. Einwilligung — Marketing-Kommunikation per E-Mail oder SMS, jederzeit widerrufbar.
Ohne mindestens eine dieser Grundlagen findet keine Verarbeitung statt. Das ist keine Werbeaussage, sondern die Grenze, an der wir uns halten müssen.
Weitergabe an Dritte
Wir teilen Daten mit Zahlungsdienstleistern (Visa, Mastercard, MiFinity, Jeton, Skrill, Neteller, Krypto-Gateway), KYC-Anbietern für Identitätsprüfung, Spielesoftware-Providern (technische Sitzungsdaten, keine Klarnamen), Betrugspräventions-Netzwerken und Cloud-Infrastrukturanbietern. Behörden erhalten Daten nur auf gerichtliche Anordnung nach Anjouan-Recht. Da der Betreiber außerhalb der EU sitzt, ist ein direkter Zugriff deutscher oder österreichischer Behörden rechtlich nicht möglich, sondern nur über internationale Rechtshilfe.
Für den Nutzer heißt das konkret: Ihre Daten liegen zum Teil außerhalb des EWR. Das ist der Preis für den Zugang zu einem Angebot, das der GlüStV-Katalog nicht abdeckt.
Speicherdauer
Kontodaten bleiben aktiv, solange das Konto besteht. Nach Schließung: KYC-Unterlagen und Transaktionsprotokolle fünf Jahre gemäß Anjouan-AML-Verpflichtung. Marketingdaten bis zum Widerruf. Session- und Log-Daten regulär zwölf Monate, bei Verdacht auf Missbrauch länger. Analytische Daten werden nach drei Monaten anonymisiert. Wer eine frühere Löschung möchte, muss die Fristen aus dem AML-Recht akzeptieren — vorherige Löschung ist rechtlich ausgeschlossen.
Ihre Rechte
Sie können Auskunft über gespeicherte Daten verlangen, Berichtigung fehlerhafter Angaben, Löschung nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch gegen Marketing. Anträge laufen über die Kontakt-E-Mail. Die Bearbeitung dauert bis zu 30 Tage; in komplexen Fällen bis zu 60 Tage.
Zum Kontext: Eine Beschwerde bei einer deutschen oder österreichischen Aufsichtsbehörde führt in der Praxis nicht zu einer Sanktion des Betreibers, weil dieser außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs sitzt. Der reale Rechtsweg gegen den Betreiber führt über zypriotische Zivilgerichte oder die Anjouan-Aufsicht.
Sicherheit
Die Plattform nutzt TLS 1.3 für alle Verbindungen, verschlüsselte Speicherung von KYC-Dokumenten, Zwei-Faktor-Authentifizierung als Option für Nutzer, Zugriff auf Kundendaten nur durch autorisierte Mitarbeiter mit protokollierter Authentifizierung. Absoluten Schutz gibt es nicht. Bei einer Datenpanne mit hohem Risiko für Betroffene informieren wir die betroffenen Nutzer per E-Mail innerhalb von 72 Stunden nach Kenntnisnahme.
Cookies und Tracking
Details stehen in der separaten Cookie-Richtlinie. Kurz: essenzielle Cookies laufen ohne Einwilligung, alles Weitere braucht ein aktives Ja im Consent-Banner.
Änderungen
Diese Erklärung kann angepasst werden, wenn sich Rechtslage, Technik oder Geschäftsprozesse ändern. Wesentliche Änderungen kündigen wir per E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse an. Nutzung der Plattform nach dem Änderungsdatum gilt als Akzeptanz der neuen Fassung. Wer nicht einverstanden ist, muss das Konto schließen — eine Zwischenlösung existiert nicht.
